Protest gegen Femizide in Berlin im Sommer 2020 am Brandenburger Tor

WORUM GEHT’S HIER EIGENTLICH?

Femizide: Maximale Macht Mord ist ein Projekt, das sich dem Kampf gegen Gewalt an Frauen verschrieben hat, einer Gewalt, die zu häufig in Mord gipfelt. Jeden dritten Tag! 139 Frauen wurden im Jahre 2020 in Deutschland von ihren (Ex-)Partnern getötet, sagt die Polizeistatistik. Ein Tötungsversuch wurde jeden zweiten Tag registriert. Und das sind nur die Hellziffern.

Femizide: Maximale Macht Mord denkt ein viertes M mit. M wie Männer. Die Verbrechen an Frauen stehen in einer patriarchalen Tradition, mit der Männer seit Jahrtausenden Leib und Leben von Frauen für sich beanspruchen. Alle Analysen zeigen, dass die Verbrechen an Frauen, dass die Femizide ein großes gesamtgesellschaftliches Problem sind, das es dringend zu lösen gilt. Es gibt Femizide in allen Altersgruppen, allen Bildungs- und Gesellschaftsschichten, in allen Beziehungsarten und in allen Kulturen.

Femizide: Maximale Macht Mord, das Work-in-Progress-Projekt, setzt sich künstlerisch, wissenschaftlich und politisch auseinander mit den weltweit zunehmenden Morden an Frauen.

Den Auftakt macht eine Podiumsdiskussion am Internationalen Mädchentag,
Dienstag, 11. Oktober 2022, um 17 Uhr
im Louise-Schroeder-Saal, Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz, 10827 Berlin-Schöneberg
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Am prominenten Ort beleuchtet die Podiumsdiskussion blutige Tatsachen, den globalen Krieg gegen Frauen, wie ihn die scharfsinnige Anthropologin Rita Segato nennt. Die Morde müssen aus dem Privaten in die politische und gesellschaftliche Öffentlichkeit geholt werden. Femizide sind geschlechtsspezifische Morde, gezielte Tötungen von Frauen, weil sie Frauen sind. Den Start des Projekts auf den Internationalen Mädchentag zu legen ist ein Fingerzeig darauf, dass wir heute handeln müssen, damit kein Mädchen zukünftig einem Femizid zum Opfer fällt.

Details zur Veranstaltung, die aufgezeichnet und auf youtube zur Verfügung gestellt wird, gibt es hier: